Wie funktioniert das mit der guten Leinenführigkeit bzw. das Laufen an der lockeren Leine?

Das Laufen an der lockeren Leine ist für viele junge Hunde eine ganz schwierige Übung. Bevor man sich Gedanken um die richtige Trainingsmethode macht, muss man für sich bzw. mit dem Trainer klären, was man möchte.

Im Allgemeinen gibt es zwei völlig verschiedene Verhaltensweisen, die vom Hund gefordert werden und die den meisten Hundehaltern nicht klar ist. Einmal möchte man, in belebten Gegenden oder bei Hundebegegnungen, dass der eigene Hund nah bei dem Menschen läuft (nennen wir es „Hand“) und manchmal lässt man ihn laufen wie er will und so lang die Leine ist. Er soll nur nicht ziehen. (nennen wir es „Lange Leine“)

Beim Training dieser zwei Verhaltensweisen, muss einem klar sein, dass beim „Hand“ es für junge Hunde sehr schwer ist, so langsam zu laufen, wie der Mensch, wenn er spazieren geht. Außerdem muss der Hund sich immer konzentrieren. Diese Übung sollte zu Anfang immer nur kurz ausgeführt werden und mit einem freudigen Hund. Denn wenn „Hand“ für den Hund Stress bedeutet, dann wird er über kurz oder lang diese Emotion mit dem verknüpfen, was gleichzeitig passiert. Menschen, Fahrräder, Hunde und was auch immer. Irgendwann wird der Hund in solchen Situationen automatisch mit der verknüpften Emotion reagieren.

Bei der langen Leine ist es der Halter, der sich konzentrieren muss. Er muss sicherstellen, dass sich das Ziehen an der Leine für den Hund nicht lohnt. Je konsequenter die Personen sind, die mit dem Hund spazieren gehen, um so schneller lernt der Hund, dass er lieber nicht an der Leine zieht, damit er dorthin kommt, wohin er gerade möchte.

Ganz einfach – oder? Wäre da nicht ein Faktor, der das Gehen an der lockeren Leine unmöglich macht. Selbst das „Hand“ kann zu einem frustrierenden Erlebnis werden, wenn man diesen einen Faktor nicht beachtet. Dieser Faktor sorgt dafür, dass es viele verschiedene Trainingsmethoden für dieses, eigentliche einfache, Laufen an der lockeren Leine gibt. Weil bei den Trainingsmethoden dieser Faktor fast nie berücksichtigt wird, wird es nicht funktionieren.

Wenn du bis hierher gelesen hast, hast du vermutlich auch einen Hund, der ständig an der Leine zieht, ein ordentliches „Hand“ sprich „bei Fuß“ laufen noch nie wirklich gelernt hat. Ich verspreche dir, dass du überrascht sein wirst und sofort danach in Gedanken „.. ja, aber“ sagst.

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